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Weimar Festpiele in Bad Berka

Aktualisiert: 26. Okt. 2022


Am Freitag, den 20.05.2022 wurde der Beginn einer neuen Musikgeschichte gestartet. Auf "Biegen & Brechen" der Band Weimar Offiziös hat das Licht der Welt erblickt. Ein wahnsinns Brett, welches ein neues Kapitel im Leben der vier Jungs gestartet hat. Kein Song auf dem Album hat den Sinn ein Lückenfüller zu sein. An diesem Freitag hat auch die Releaseparty zum Album statt gefunden. Viele Fans der Band und natürlich auch das Kollektiv pilgerte nach Bad Berka zu den Weimar Festspielen, um diese Party zu etwas besonderem zu machen.


Der Höhepunkt kam am Samstag, den 21.05.2022. Weimar lud zu ihren ersten Festspielen und die Fans kamen und feierten mit 8 Bands inklusive der Gastgeber eine fette Geburtstagsparty für das Album.

Eine Kulisse, perfekt für diese Party empfang die Massen, rundum Wald und im Tal ein Festivalgelände mit einer Hauptbühne und einer Nebenbühne. Organisatorisch wurde auf hohem Niveau gearbeitet, damit die Besucher ein unkompliziertes Fest feiern können. Trotz 400 gefahrenen Kilometern kam man doch entspannt vor den Bühnen an. Als erstes gab es eine Autogrammstunde mit Hagen Stoll, die schon gut besucht war. Doch die Autogrammstunde der Hauptband zog eine Schlange über das komplette Gelände. Jeder wollte noch sein frisch ergattertes Merch mit den Autogrammen zu etwas besonderem machen. Kurz nach 18 Uhr ging es dann mit der Musik los. Die Bands wechselten sich bei ihren Auftritten auf den Bühnen ab, so entstanden keine großen Pausen, die die Stimmung runter ziehen konnte.



Es ging mit Drill Star Autopsy auf der etwas kleineren Nebenbühne los. Die Metaljungs stimmten die Fans mit ihren Songs auf den Abend ein. Direkt nach dem Auftritt ging es weiter mit der Combo Der Sonne zu nah. Die Berliner Band überzeugte mit einer Mischung aus Rock, Wave und minimalen Einflüssen aus dem Pop Bereich. Das Gelände und die Abstände der Bühnen war perfekt. Einmal kurz drehen, ca 70 Meter laufen und schon stand man vor der Hauptbühne.






Ohne große Pause hauten die Jungs aus Arnstadt ihre Songs von der Bühne. Die Death Metal Band Falling Meat präsentierten sich mit einer guten Leistung und heizte die Menge weiter an. Um 19:45 begannen Todsünde ihren Einfluss auf den Abend zu nehmen.

Optisch typisch kamen die Jungs komplett geschminkt auf die Bühne und zeigten was sie drauf haben. Mit einem kurzen Zwischenfall, dem Ausfall der Gitarre von Sascha den Erik gut überbrückte, glänzten die Jungs auf der Hauptbühne.


Im Anschluss kam die neu gegründete Band 33RPM auf die Bühne. Mit Ihrem Punkrock war es wieder ein komplett anderes Genre welches die Fans begeisterte. Die Mischung aus verschiedenen Genres waren perfekt, für jeden etwas dabei. Die Stimmung war richtig gut und das Publikum konnte ausgelassen feiern. Mit dem nächsten Auftritt hat Hagen Stoll sein Können unter Beweis gestellt. Mit seinem Akkustikprogramm und etwas ruhigeren Tönen hat er aber nicht die Stimmung runter gebracht. Die ruhige Art konnte ein gewisses Feeling auf dem Gelände verbreiten.


Ab 21:55 Uhr feierten die Fans mit der Band Schlussakkord, die einen ihrer Hits nach dem anderen von der Bühne schmetterten. Die Stimmung war kurz vor dem Siedepunkt. Nach dem letzten Akkord von Schlussakkord strömten auch die letzten Besucher vom Zeltplatz aufs Gelände.


Es war soweit, der wahrscheinlich einzige Auftritt der Gastgeber stand kurz bevor.



Der Vorhang auf der Bühne wurde gelüftet und die Massen konnten einen Blick auf das Bühnenbild werfen. Ein kurzes „Bad Berka“ aus dem Backstagebereich brachte die Menge zum explodieren. Drei Frauen kamen auf die Bühne und nahmen auf bereit gestellten Hockern Platz. So saßen sie mit einer Gitarre, einem Bass und einer Geige da. Es wurde ruhig im Publikum. Bei den ersten Tönen von „Erwartet Uns“ war es fast komplett still. Die Fans lauschten den Klängen die von der Bühne kamen ganz gespannt, ein kurzer Austausch der Musiker fand statt und es ging brachial mit „Erwartet Uns“ weiter.

Beim kompletten Weimar Kollektiv brachen alle Dämme. Es war soweit, der lang ersehnte Auftritt der Band begann. Gänsehaut lief mir über den gesamten Körper. Man wurde sofort von der Band abgeholt und nicht mehr losgelassen. Den kompletten Auftritt konnte man seine Augen nicht mehr von der Bühne nehmen. Weimar schmetterte einen Song nach dem anderen von ihrem Album den Fans entgegen und diese nahmen es dankend an und gaben die Texte der Band lauthals zurück.

Ohne große Effekte schaffte die Band es jeden einzelnen zu fesseln. Trotz des ersten Auftritts von Weimar wirkten die Jungs ziemlich professionell und man merkte, dass sie genau wissen was sie machen müssen. Mit einer kurzen Einlage des „Flötenmanns“ aus dem Video vom „Im Wahnsinn gefangen“, der auch den Song einstimmte und zur Polonäse durch die Massen einlud wurde die Stimmung weit über den Siedepunkt gebracht.

Eine kurze Pause erlaubten sich die Jungs, mit den Worten nach der Pause gibt es eine kleine Überraschung verließen sie die Bühne.


Es kam ein Song, mit dem keiner rechnen konnte. Ein Song, von dem keiner den Text kannte. Es war ein Song, den die Band schon für das nächste Album vorbereitet hat. Ich habe selten so einen perfekten und fesselnden Auftritt einer „Newcomer“ Band gesehen, der mich so gefesselt und geflasht hatte. Es passte einfach alles zusammen.


Das komplette Festival war perfekt inszeniert und ich bin danach erst recht überzeugt davon, dass an diesem Wochenende die Geburtsstunde einer Mega Band statt fand und wir Weimar nicht nur mit diesem Album auf Platz 1 sehen werden.


Es wäre auf jeden Fall total verdient. Es ist jetzt Dienstag und ich bin heute noch im Wahnsinn der Band gefangen. Man muss der Band und den Organisatoren des Festivals auf jeden Fall ein sehr großes Lob und ein Riesen Dankeschön für dieses Festival aussprechen. Die Vorfreude darauf, die Jungs wieder live zu sehen steigt jetzt schon.

Ein dickes Danke an Gregor Latosik für diesen tollen Konzertbricht Dem können wir nichts mehr hinzufügen.





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